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Malta

Malta - Die Insel der Ritter oder Alte Steine sind kein alter Hut

Die Stadt vom Reissbrett

Strände - Tempel - Kathedralen

Tauchen

Beim Landeanflug genügt schon ein Blick aus dem Flugzeug und man erkennt sofort, Malta ist für einen reinen Tauch- und Badeurlaub viel zu schade! Festungsartige Bauten rund um die Hauptstadt Valletta und überdimensionale Kuppelkirchen in jedem noch so winzigen Dorf zeugen von einer unglaublich reichen Kulturgeschichte. Phönizier, Karthager, Römer, Byzantiner, Araber, Normannen, Kastilianer, Franzosen und Engländer – sie alle waren einst Herren der Insel und hinterliessen deutlich ihre Spuren. Seine kulturelle Aura und den Glanz seiner Städte verdankt Malta allerdings den Rittern des Johanniterordens, die zwischen 1530 und 1798 auf den Inseln das Sagen hatten. In diese Zeit fiel auch die grosse Türkenbelagerung und damit einhergehend der Bau der Hauptstadt Valletta, die als erste Stadt komplett am Reissbrett konzipiert wurde. Nach jahrelangen verlustreichen Kämpfen trugen letztlich die Ritter den Sieg davon. Die Expansionsgelüste des osmanischen Reiches waren fortan beendet. „Retter des Abendlandes“ wurden die Johanniter seither genannt.

Wer mehr über die dramatische Geschichte Maltas erfahren will, begibt sich in die Multivisions-Show „The Malta Experience“, die gleich neben dem Fort St. Elmo mehrmals täglich in einem theaterähnlich umgebauten Kellergewölbe präsentiert wird. Der hier gezeigte Bilderbogen spannt sich von vorgeschichtlicher Zeit über die angebliche Landung des Apostels Paulus in der gleichnamigen Bucht bis hin zu eben jenen tapferen Johanniterrittern. Viel Raum widmet Malta Experience auch der jüngeren Geschichte und vor allem dem Dauerbombardement im Zweiten Weltkrieg. Unerbittliche Luft- und Seeschlachten tobten in jenen Tagen um den Archipel. Bei Kriegsende zählte Valletta zu den am schwersten zerstörten Städten Europas. Nur durch die landestypische Bauweise mit Globigerinen-Kalkstein war es möglich, die Schäden schon nach kürzester Zeit zu beheben – deutlich schneller, als es bei Beton- und Stahlbauwerken möglich gewesen wäre. So erstrahlt Valletta mit seinen gewaltigen Stadtmauern und prunkvollen Palästen und Herbergen heute längst wieder als ein architektonisches Kleinod, was mit der Aufnahme in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes anerkannt wurde. <br>

So dicht der Verkehr und so verstopft die Gassen tagsüber auch sind: Nach Büroschluss wird es in Valletta deutlich ruhiger. Wer ein pulsierendes Nachtleben sucht, ist auf den Flaniermeilen der Nachbarorte Sliema und St. Julian’s besser aufgehoben. Zahlreiche Hotelanlagen und Restaurants reihen sich hier aneinander, und in Spielcasinos und Diskotheken kann man die Nacht problemlos zum Tag werden lassen. Weniger überzeugen die für diese Ballungsregion so typischen Felsenstrände, die sich mehr zum Sonnenbaden und für den motorisierten Wassersport als zum Planschen eignen. Für Familien mit kleinen Kindern empfehlen sich daher eher die feinsandigen Strände und Buchten im Norden und Süden der Insel. Um Malta kennen zu lernen, kann man sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg machen, sich einer organisierten Tour anschliessen oder zu günstigen Konditionen ein Auto mieten. Zu Maltas kulturhistorisch bedeutsamste Stätte zählen: Die als „Hypogäum“ bezeichnete unterirdische Tempelanlage von Hal-Saflieni. Vor 6000 Jahren begannen die Arbeiten an der vier Stockwerke tiefen Anlage, die bis zum rätselhaften Verschwinden der mysteriösen Baumeister etwa 2000 v. Chr. nicht nur als Kult-, sondern auch als Begräbnisstätte diente. Derartige Zeugnisse einer geheimnisvollen jungsteinzeitlichen Hochkultur begegnen dem historisch Interessierten auf Malta beinahe auf Schritt und Tritt. Berühmt sind vor allem die gewaltigen Megalith-Tempelanlagen von Ggantija, Hagar Qim, Mnajdra und Tarxien, die zu den ältesten neolithischen Kultstätten Europas zählen. Besonders reizvolle Fotomotive liefert auch der ganz im Süden der Insel gelegene Fischerhafen von Marsaxlokk mit seinen bunt bemalten „Luzzu“-Booten. Entlang des atemberaubenden, 200 Meter hohen Steilabbruchs der Dingli-Klippen führt der weitere Weg hinein in die ehemalige Hauptstadt Mdina, die auch als „Die stille Stadt“ bezeichnet wird. Zu ihrem mittelalterlichen Ortsbild gehören mächtige Wehrmauern, eine berühmte Kathedrale und eine einzigartige Ansammlung der für Malta so typischen Türklopfer – kleine Kunstwerke, die alleine einen Besuch lohnen. Wer auf seiner Inselrundreise noch Zeit findet, sollte auch einen Blick auf und in die grösste Kirche Maltas, die St. Marija Assunta von Mosta werfen.

Den drei Inseln Malta, Gozo und Comino, die zusammen den maltesischen Archipel bilden, geht der Ruf voraus, zu den großartigsten Tauchreisezielen im ganzen Mittelmeerbereich zu gehören. Hier erwarten den Unterwassersportler tolle Tauchausflüge an die er sich noch lange zurückerinnern wird, und das nicht nur wegen der unzähligen Höhlen und der zerklüfteten Drop Offs. Vor allem sind es die überdurchschnittlich guten Sichtweiten und die Farbenpracht der Fische, die schon so manchen Taucher dazu gebracht haben, hier seinen Tauchurlaub zu verbringen.<br>Grundsätzlich gilt, dass für das Erreichen der zahlreichen Tauchspots fernab der Küste ein Boot und damit eine unterstützende Tauchbasis unumgänglich sind. Eine der Eigenheiten Maltas ist allerdings, dass man an die Mehrzahl der Plätze problemlos auch von Land aus herankommt, und dass man als ortskundiger und verantwortungsbewusster Taucher dort auch in Eigenregie tauchen darf. Diese Tatsache macht Malta gerade für Familien interessant, da der Tauchausflug gemeinsam auch mit Nichttauchern durchgeführt werden kann. <br>Grundsätzlich zählen Malta und Gozo zu den preislich attraktivsten Tauchreisezielen weltweit. Manche Basis hat das ganze Jahr über geöffnet, was die Inseln zumindest für Trockentaucher auch zu einem interessanten Winterreiseziel macht – dann allerdings bei nur mehr 15 Grad Wassertemperatur. Für die Mehrzahl der Neptunjünger ist das gut 27 Grad warme Wasser im Sommer allerdings deutlich verlockender…<br> <br>

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